Integration Langzeitarbeitsloser in Einrichtungen der Pflege
ISF-Forschungsschwerpunkt
Arbeit und Gesellschaft, Arbeit und Subjekt
Projektträger
gefördert von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
ProjektbearbeiterInnen
| Dr. Joachim Jaudas | 089 / 27 29 21 - 37 | joachim.jaudas@isf-muenchen.de |
| Dr. Wolfgang Dunkel | 089 / 27 29 21 - 38 | wolfgang.dunkel@isf-muenchen.de |
Projektlaufzeit: 11/2004 bis 12/2004
In der Ende 2004 durchgeführten Studie wurde der Einsatz von Langzeitarbeitslosen in Arbeitsgelegenheiten in Einrichtungen der Pflege untersucht. Es sollte geprüft werden, ob derartige Tätigkeiten den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt erleichtern.
Als hemmende Faktoren für den Übergang in den ersten Arbeitsmarkt ergaben sich:
- Langzeitarbeitslosigkeit wird nicht nur durch fehlende oder nicht passende Qualifikation der Arbeitssuchenden verursacht, sondern auch durch Gründe, die sich nicht ändern lassen und auf Dauer die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit erschweren, z.B. Alter, gesundheitliche Einschränkungen oder fehlende Möglichkeiten der Kinderbetreuung (bei alleinerziehenden Eltern).
- Ein Übergang in reguläre Arbeit in der Pflege ist eher unwahrscheinlich, da die Stellensituation dort zur Zeit nicht nur ausgeglichen, sondern durch eine hohe Nachfrage nach Arbeitsplätzen gekennzeichnet ist.
- Flankierende Qualifizierungs- und Betreuungsmaßnahmen, die für bestimmte Arbeitslosengruppen eine Integration fördern könnten, sind wegen der kurzen Dauer der Arbeitsgelegenheiten, der Heterogenität der Teilnehmer und der begrenzten finanziellen Mittel nur begrenzt möglich.
- Die Anbieter von Arbeitsgelegenheiten bemühen sich ernsthaft, trotz der ungünstigen Voraussetzungen die Teilnehmer auf eine Integration hin zu betreuen und zu qualifizieren und sie nicht nur als willkommene Arbeitskräfte für sonst nicht zu leistende Arbeiten anzusehen.
- In den Arbeitsgelegenheiten werden Tätigkeiten verrichtet, die sinnvoll und wichtig sind und gerade im Pflegebereich die regulären Arbeiten abrunden.
- Sinnvolle Tätigkeiten in den Arbeitsgelegenheiten werden auch von den Teilnehmern und Teilnehmerinnen als positiv für ihre Lebensgestaltung gewertet.
