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Bewältigung betrieblicher Innovationsprozesse mit älteren Mitarbeitern
ein Problem oder eine Chance?

ISF-Forschungsschwerpunkt

Arbeit und Innovation

Projektträger

gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

ProjektbearbeiterInnen

Dr. Hans G. Mendius

Projektlaufzeit: 7/1999 bis 2/2001


Ausgangssituation und Problemlage
Aufgrund demographischer Verschiebungen steigt das Durchschnittsalter der Bevölkerung und der Erwerbstätigen. Die Belegschaften werden daher rasch altern. Diese Entwicklung bringt für das Handwerk besondere Probleme mit sich:


Die Folge ist, daß es die Handwerksunternehmen daher in Zukunft mit einem steigenden Anteil älterer Mitarbeiter zu tun haben werden, eine Situation, auf die die meisten eher an überdurchschnittlich junge Belegschaften gewohnten Handwerksbetriebe personalpolitisch kaum vorbereitet sind.

Gleichzeitig steht das Handwerk, will es seine Position in der Wirtschaft behaupten, vor erheblichen Herausforderungen. Da viele angestammte Märkte eher schrumpfen werden, kommt es entscheidend darauf an, neue Absatzfelder zu erschließen.

Ein Beispiel dafür ist das SHK-Gewerbe, das sich einerseits wachsendem Wettbewerbsdruck ausgesetzt sieht, dem sich andererseits aber aufgrund wachsenden Umweltbewußtseins eine Vielzahl neuer Marktchancen auf dem Gebiet der ökologischen Haustechnik eröffnet. Die Erschließung wird der Branche aber nicht in den Schoß fallen, sondern sie erfordert erhebliche Anstrengungen.

Fest steht: Das SHK-Gewerbe wird aufgrund der oben skizzierten Entwicklung die mit der Einführung der ökologischen Haustechnik verbundenen weitreichenden technischen und vor allem organisatorischen Innovationsprozesse mit tendenziell älter werdenden Belegschaften bewältigen müssen.

Für die älteren Arbeitnehmer im Handwerk sind Qualifizierungschancen und Einsatzmöglichkeiten auch in den neuen Angebotsfeldern von zentraler Bedeutung für ihre Beschäftigungssicherheit und Arbeitsmarktsituation. Auch aus der Perspektive der Handwerksunternehmen gilt, daß sie nicht darauf verzichten können, den reichen Schatz an Erfahrungswissen ihrer älteren Beschäftigten für die Bewältigung der Innovationsprozesse zu nutzen.

Fragestellungen
Vor diesem Hintergrund werden sich für SHK-Unternehmen, die neue Tätigkeitsfelder erschließen wollen, in Zukunft immer dringlicher folgende Frage stellen:


Bei der Lösung dieser Aufgaben kommt den Anbietern von Qualifizierungsmaßnahmen für die neuen Tätigkeitsfelder eine besondere Bedeutung zu. Auch sie müssen in Zukunft verstärkt darauf achten, daß ihre Angebote für den Adressatenkreis der älteren Beschäftigten aus dem Handwerk geeignet sind. Für sie werden sich folgende Fragen stellen:


Ziel der Expertise
Die Expertise will in SHK-Betrieben, die bereits auf dem Sektor der ökologischen Haustechnik tätig sind bzw. dabei sind, sich diesen Markt zu erschließen, den Erfahrungen nachgehen, die man dort mit der organisatorischen und personellen Ausgestaltung dieses betrieblichen Umstellungsprozesses gemacht hat:

Auch bei Anbietern thematisch einschlägiger Qualifizierungsmaßnahmen soll recherchiert werden, in welchem Ausmaß sie bereits derzeit mit älteren Teilnehmern aus dem Handwerk konfrontiert sind, welche Erfahrungen man mit älteren Teilnehmern gemacht hat und unter welchen Voraussetzungen und in welcher Form eine Anpassung der Angebote an das spezifische Lernverhalten und mögliche Einsatzfelder Älterer in den neuen Tätigkeitsbereichen möglich und notwendig erscheint.

Erwartete Ergebnisse
Auf dieser Basis sollen exemplarische Lösungskonzepte – sog. Best-practice-Fälle – identifiziert, beschrieben und im Handwerk verbreitet werden. Darauf können dann Beratungsangebote und Handlungsanleitungen aufbauen.
Ziel ist,

Weitere Informationen:

Bücher/Artikel

Arbeitspapiere/Vorträge