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MiMiK - Der Mensch im Mittelpunkt des KMU-Netzwerks im Kontext der Industrie 4.0

ISF-Forschungsschwerpunkt

Arbeit und Informatisierung, Arbeit und Betrieb, Arbeit und Subjekt

Projektträger

Das Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung („KMU innovativ“) gefördert. Betreut wird das Projekt vom Projektträger Karlsruhe, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Produktion und Fertigungstechnologien (PTKA-PFT).

ProjektbearbeiterInnen

Dr. Norbert Huchler 089 / 27 29 21 – 66 Norbert.Huchler@isf-muenchen.de
Lukas Rödder
Philipp Rhein

Projektlaufzeit: 5/2014 bis 3/2016

KMU-innovativ: Produktionsforschung

Projektleitung: Dr. Norbert Huchler

Projektbearbeitung: Philipp Rhein

Produktion und produktionsnahe Dienstleistungen erzielen rund die Hälfte der gesamten Wirtschaftsleistung in Deutschland. Forschung, Entwicklung und Qualifizierung nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein. Investiert man heute in diese Bereiche, führt dies zu neuen Arbeitsplätzen und zu einem sicheren Lebensstandard in der Zukunft. Besondere Bedeutung nehmen hier kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ein.

Im Rahmen der Hightech-Strategie verfolgt das BMBF mit der Fördermaßnahme „KMU-innovativ: Produktionsforschung" das Ziel, das Innovationspotenzial von KMU zu stärken sowie die Forschungsförderung im Rahmen des Programms „Forschung für die Produktion von morgen" insbesondere für KMU attraktiver zu gestalten. Ein wichtiger Innovationsmotor ist die enge Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Deren Zusammenarbeit zu stärken und Abläufe zu straffen ist eines der spezifischen Ziele von „KMU-innovativ: Produktionsforschung“. Gerade kleine und mittlere Unternehmen, die in der Regel wenig eigenes Forschungspersonal haben, sind auf den wissenschaftlichen Input von außen angewiesen. Mit KMU-innovativ bekommen Forschungseinrichtungen und KMU ein Instrument an die Hand, das durch seine themenoffene Gestaltung und kurze Verfahrensdauer die Innovationskraft der Produktionstechnologie weiter stärkt.

Industrie 4.0 für kleine Elektronikzulieferer

Der Paradigmenwechsel in der Produktion stellt neue Anforderungen an Automatisierung und Flexibilisierung, die durch eine intelligente Vernetzung von Produkten, Maschinen und Anlagen sowie den Einsatz Cyber-Physischer Systeme erfüllt werden können. Bislang wurde im Diskurs zu diesem Thema „Industrie 4.0" aber nicht berücksichtigt, wie zukünftig eine intelligente Einbindung von KMU-Zulieferern in derartige Produktionssysteme erfolgen kann, ohne dabei die Vorteile der von kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägten inner- und überbetrieblichen Arbeitsstrukturen aufzugeben. Durch den wachsenden Automatisierungsgrad steigen die Anforderungen an die Qualifikation der Beschäftigten sowie an das technische Umfeld der Unternehmen. Es stellt sich die grundlegende Frage: Inwieweit

Im KMU-Innovativ Projekt MiMiK soll am Beispiel der Elektronikindustrie untersucht werden, wie diesen besonderen Anforderungen in einer Wertschöpfungskette mit kleinen Zulieferern begegnet werden kann. Ziel ist die Umstellung von geplanten Transaktionen hin zur ereignisgesteuerten unternehmensübergreifenden Kommunikation, um mit Störgrößen und kritischen Faktoren im Produktionsprozess besser umzugehen und geeignet zu reagieren. Das bislang kaum genutzte Flexibilitätspotenzial soll durch optimale Kooperationsbe-ziehungen erhöht werden.

Zum einen werden unter arbeitswissenschaftlicher Begleitung innovative Organisationsstrukturen und Planungsmethoden geschaffen. Dadurch können die Mitarbeiter, als wichtigste Produktionsfaktoren im Mittelstand, ertüchtigt werden, Arbeitsabläufe selbstorganisiert und eigenständig umzusetzen. Die Werker werden in diese Aufgaben direkt eingebunden und deren Verfügbarkeit, wie auch ihr Bedarf an Weiterqualifizierung im Projekt, mitbetrachtet. Zum anderen werden KMU-gerechte, technische Rahmenbedingungen und Informations- und Kommunikations-Schnittstellen entwickelt, um die Informationswege und Reaktionszeiten bei Planänderungen und Produktionsanpassungen in der kompletten Wertschöpfungskette zu minimieren. Es sollen mehrere Kommunikationswerkzeuge mit hoher Transparenz und einfacher, schneller Handhabung entwickelt werden. Die unstrukturierte Information wird damit kontextbezogen aufbereitet und mit Suchalgorithmen ausgestattet, so dass alle Mitarbeiter schnell und zielgerichtet agieren und die Daten gleichzeitig auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette verwalten können.

Durch diese Lösungen werden die KMU-Zulieferer in der Lage sein, sich mit hochautomatisierten Großunternehmen zu vernetzen. Die Informations- und Kommunikati-ons-Werkzeuge wie auch medial aufbereitete Erfolgsgeschichten eignen sich für eine breite Nutzung in mittelständischen Fertigungsbetrieben und Wertschöpfungsnetzwerken anderer Branchen.

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