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FISnet – Flexible, individualisierte Service-Netzwerke. Modelle für präventive Gesundheitsdienstleistungen in der Region Augsburg/Schwaben. Teilvorhaben: Interaktive Koordination und Gestaltung von Netzwerkarbeit

ISF-Forschungsschwerpunkt

Arbeit und Innovation, Arbeit und Gesellschaft, Arbeit und Betrieb, Arbeit und Subjekt

Projektträger

Das Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert. Betreut wird das Projekt vom Projektträger PTKA-PFT

ProjektbearbeiterInnen

Dr. Norbert Huchler 089 / 27 29 21 – 66 Norbert.Huchler@isf-muenchen.de
Prof. Dr. Fritz Böhle 089 / 27 29 21 - 0 fritz.boehle@isf-muenchen.de
Dr. Stephanie Porschen-Hueck 089 / 27 29 21 - 57 stephanie.porschen-hueck@isf-muenchen.de
Dr. Eckhard Heidling 089 / 27 29 21 - 65 eckhard.heidling@isf-muenchen.de
Dr. Anna Monz (Proske) 089/ 27 29 21 37 Anna.monz@isf-muenchen.de

Projektlaufzeit: 11/2014 bis 10/2018

Zusammenfassung

FISnet ist ein regionaler Verbund aus Wissenschaft, Betrieben/Organisationen, (Gesundheits-)Dienstleistern und Privatpersonen, der gemeinsam in Form innovativer, regionaler Dienstleistungskooperationen bedarfsgerechte und individualisierte präventive Gesundheitsdienstleistungen rund um die Phase des Altersübergangs (55-75) entwickeln, organisieren und modellhaft implementieren will.

Die wesentliche Zielsetzung ist, durch Forschungs-und Entwicklungsprojekte innovative und vernetzte Lösungsansätze zur Bewältigung der komplexen Herausforderungen im Gesundheits- und Versorgungsbereich zu erarbeiten und sie vor Ort für die Menschen sicht- und erlebbar zu machen. Es geht vor allem um die Vernetzung von medizinischen, präventiven, pflegerischen und sozialen Dienstleistungen. Die regionalen Konzepte sollen an den Schnittstellen zwischen Dienstleistungs- und Gesundheitsforschung sowie der Gesundheitswirtschaft ansetzen und bislang hinderliche Grenzen überwinden. Das Zusammenwirken der maßgeblichen Akteure und Träger soll dabei regional pilotartig optimiert werden, um so entwickelte innovative Lösungen auch auf andere Regionen in Deutschland übertragen zu können.

Teilvorhaben ISF München: Interaktive Koordination und Gestaltung von Netzwerkarbeit

Das Gestaltungsziel des Teilvorhabens ist es, die Betriebe, Mitarbeiter, Kunden und Klienten bei kooperativen Dienstleistungen zu unterstützen. Hierfür wird ein Manual mit Gestaltungsmodulen interaktiver Netzwerkarbeit modellhaft entwickelt und umgesetzt. Die Gestaltungsansätze richten sich auf notwendige und unterstützende Organisationsstrukturen und Arbeitsprozesse, Qualifizierungskonzepte und Kompetenzprofile sowie technische Unterstützungsmöglichkeiten bei präventiven (Gesundheits-)Dienstleistungen beim Altersübergang. Im Zentrum stehen dabei die drei Formen interaktiver Netzwerkarbeit: die Selbst-Koordination zwischen Akteuren, das Netzwerkmanagement und die Koordination „von unten“. Eine situationsadäquate Auswahl bzw. evtl. auch Zusammenstellung dieser drei Formen ermöglicht es, auf die spezifischen Besonderheiten der Akteure (Großbetrieb, KMU, zentrale oder dezentrale Dienstleister unterschiedlicher Größe, Beschaffenheit des Netzwerks, Rolle und Grad der Einbindung der Nutzer, Kunden, Klienten, Beschäftigten) einzugehen. Im Fokus steht die Einbindung der Beteiligten – insbesondere um die Befähigung von Beschäftigten und Kunden/Klienten als aktiv an der konkreten Ausgestaltung von Dienstleistungen Beteiligte. Eine in diesem Sinne verstandene koordinierende Interaktionsarbeit ist bspw. durch den notwendigen Abgleich unterschiedlicher Interessen in der Dienstleistungsbeziehung sowie die Bewältigung (struktureller) Unbestimmtheiten und Unwägbarkeiten im Inhalt und Verlauf der Dienstleistung gekennzeichnet (vgl. Böhle 2011). Insgesamt wird in diesem Teilvorhaben nach den besonderen Merkmalen von koordinierender Interaktionsarbeit in kooperativen Dienstleistungsnetzwerken und Möglichkeiten, diese zu fördern, gefragt. Solche Koordinationsarbeit ist eine notwendige Voraussetzung für die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure in kooperativen Dienstleistungsnetzwerken. Sie ist insbesondere erforderlich zur fallbezogenen situativen Abstimmung. Ein wesentliches Element der Koordinationsarbeit ist die Interaktionsarbeit. Es werden sowohl die Koordinationsarbeit als besondere Tätigkeitsform und die besonderen Merkmale, die Interaktionsarbeit hier aufweist, in den Blick genommen, als auch die Frage nach der Rolle von Koordination im Arbeitshandeln allgemein und insbesondere in (kooperativen Dienstleistungs-)Netzwerken. In enger Kooperation mit den Forschungs- und den betrieblichen Entwicklungspartnern und in der Auseinandersetzung mit bestehenden Dienstleistungsnetzwerken werden drei Gestaltungsmodule entwickelt, umgesetzt und erprobt. Diese umfassen Tätigkeits- und Kompetenzprofile, die durch organisationale, qualifikatorische und technische Lösungen dauerhaft unterstützt werden. Die Module werden dann hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Praxistauglichkeit evaluiert und justiert und schließlich auf die weiteren interessierten Transfer- und Netzwerkpartner von FISnet übertragen und dort final evaluiert und ggf. erneut angepasst. Dieses zweistufige Vorgehen sichert weiter die Übertragbarkeit der Gestaltungsmodule zu tragfähigen, praxistauglichen Koordinationsformen in der kooperativen Dienstleistungserstellung.

Forschungspartner

Entwicklungspartner

außerdem als Umsetzungspartner beteiligt:

Bezirk Schwaben; Stadt Augsburg; Gesundheitsamt Augsburg; Bündnis für Augsburg; Förderagentur Augsburg GmbH; AOK Bayern (Direktion Augsburg); Caritas Augsburg; Deutsche Rentenversicherung Schwaben; Gesundheitsregion Augsburger Hospiz- und PalliativVersorgung; Kompetenznetzwerk „Gesunder Mensch“ e.V.; Social Invest Consult (SIC); „Netzwerk Generation 55 plus – Ernährung und Bewegung“ u.v.a.m.

Weitere Informationen:

Dateien zum Download:

offizieller Steckbrief

Vorhabenbeschreibung

Links

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Bücher/Artikel

Arbeitspapiere/Vorträge