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PräFo – Prävention von Belastungen bei formalisierter Arbeit in Dienstleistung und technischer Entwicklung. Teilprojekt: Prävention von Belastungen bei formalisierter Arbeit in der technischen Entwicklung

ISF-Forschungsschwerpunkt

Arbeit und Innovation, Arbeit und Betrieb, Arbeit und Subjekt

Projektträger

Das Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert. Betreut wird das Projekt vom Projektträger PTKA-PFT

ProjektbearbeiterInnen

Dr. Stephanie Porschen-Hueck 089 / 27 29 21 - 57 stephanie.porschen-hueck@isf-muenchen.de
Dipl.-Soz. Tobias Ritter 089 / 27 29 21 - 74 tobias.ritter@isf-muenchen.de
Dr. Stefan Sauer 089 / 27 29 21 - 0 stefan.sauer@isf-muenchen.de

Projektlaufzeit: 11/2015 bis 5/2019

Technische Entwicklungsarbeit unter Formalisierungsdruck

Die Arbeitswelt verändert sich: Subjektive Fähigkeiten und Potenziale der Beschäftigten werden immer wichtiger. Man muss kreativ sein, sein Handeln selbst steuern und mit unplanbaren Situationen umgehen können; hierfür ist es notwendig, situativ zu handeln und informelle Praktiken einzusetzen. Selbst-bestimmtes Handeln birgt Chancen, zieht aber auch Belastungen nach sich. Eine besondere Art der Belastung entsteht durch Techniken der Formalisierung, mit denen Unternehmen selbstverantwortliches Handeln in geregelte Bahnen lenken. So sollen Tätigkeiten zwar selbstbestimmt, aber auch dokumentierbar, begründbar und formell kommunizierbar sein. Es entsteht ein Spannungsfeld zwischen Formalisierung und informellem Handeln: Die Erfüllung der formalen Erfordernisse steht guter Arbeit entgegen. Besonders deutlich wird dies bei zwei wichtigen Arbeitsformen der Zukunft: bei der Arbeit in der Dienstleistung, in der am Menschen gearbeitet wird, und bei der Arbeit in der technischen Entwicklung, in der es um die Erfindung von Neuem geht.

Das Teilprojekt „Prävention von Belastungen bei formalisierter Arbeit in der technischen Entwicklung“ beleuchtet die Formalisierung der Innovationsarbeit in der technischen Entwicklung genauer und entwickelt hierfür einen präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Entwicklung und Umsetzung eines präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutzes

Mit Hilfe qualitativer Fallstudien zur Prozesssteuerung in der Entwicklungsarbeit werden die Belastungskonstellationen erhoben, die bei formalisierter Arbeit entstehen. Wenn Innovationsarbeit in der technischen Entwicklung formalisiert wird, lässt sich die Arbeit nicht mehr so leisten, dass sie den eigenen Professionalitätsstandards entspricht. Das setzt die Beschäftigten unter Druck und gefährdet ihre Gesundheit. Deshalb werden in PräFo auch Maßnahmen für einen präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutz bei formalisierter Arbeit entwickelt: Ein partizipatives Präventionsmanagement setzt auf der Verhaltensebene an, eine situative Projektsteuerung zielt auf die Ebene der Arbeitsgestaltung. Die Arbeitsqualität wird gehoben und die Beschäftigten werden entlastet.

Gemeinsam mit dem Gesamtverbund wird ein integriertes und branchenübergreifendes Konzept für einen präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutz vorgelegt, erprobt und verbreitet.

Forschungspartner

Entwicklungspartner

außerdem als Umsetzungspartner beteiligt:

Weitere Informationen:

Flyer

Bücher/Artikel

Arbeitspapiere/Vorträge