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diGAP – Gute agile Projektarbeit in der digitalisierten Welt. Teilvorhaben: Analyse und Gestaltung von erfahrungs- und anerkennungsbasierter agiler Projektarbeit

ISF-Forschungsschwerpunkt

Arbeit und Innovation, Arbeit und Globalisierung, Arbeit und Betrieb, Arbeit und Subjekt

Projektträger

Das Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert. Betreut wird das Projekt vom PTKA.

ProjektbearbeiterInnen

Dr. Stefan Sauer 089 / 27 29 21 - 0 stefan.sauer@isf-muenchen.de
Dr. Stephanie Porschen-Hueck 089 / 27 29 21 - 57 stephanie.porschen-hueck@isf-muenchen.de

Projektlaufzeit: 4/2017 bis 3/2020

Agilität und Digitalisierung als Herausforderungen für erfahrungs- und anerkennungsbasierte Projektarbeit

Arbeit und deren Gestaltung wird durch zahlreiche Wandlungsprozesse herausgefordert. Dies gilt nicht zuletzt für den Bereich hochqualifizierter Forschungs- und Entwicklungsarbeit, die zumeist team- und projektbasiert geleistet wird. In diesem Bereich gibt es eine besondere Ausgangslage für die Chancen und Herausforderungen der Gestaltung ‚Guter Arbeit‘, denn hier sind zwei Prozesse wirksam, die einander wechselseitig beeinflussen:

Erstens die Agilisierung von Projektarbeit: Agile Methoden reüssieren vor allem in Softwareentwicklungsprojekten und werden zunehmend auch darüber hinaus eingesetzt. Agilität führt allerdings nicht qua Automatismus zu innovativer, belastungsarmer und Anerkennung ermöglichender ‚Guter Arbeit‘, sondern birgt neben Vorteilen auch Risiken und Fallstricke. So entstehen etwa Widersprüche zwischen den Autonomiepotenzialen agiler Selbstorganisation und ihrer Anordnung ‚von oben‘ und es ist unklar, wie agile Projekte in wenig agile Kontexte integriert werden können.

Zweitens die Digitalisierung von Projektarbeit: Digitalisierung wird häufig als technischer Prozess verstanden, der in einer Art Quasi-Automatismus ‚einfache Arbeit‘ überflüssig macht und hochqualifizierte Arbeit unterstützt und empowert – eine Annahme, die sich jedoch empirisch oft nicht bestätigt. Schließlich sind technische Prozesse stets auch von ökonomischen Interessen geleitet, Technikentwicklung findet nicht im luftleeren Raum statt und organisationale Ausgestaltung wie soziale Folgen müssen stets ausgehandelt werden.

Zusammengefasst wird Projektarbeit durch die Prozesse der Agilisierung und der Digitalisierung herausgefordert, die beide sowohl Potenziale als auch Risiken für innovative, partizipative und Anerkennung ermöglichende Arbeit enthalten. Die Gestaltung agiler und digital unterstützter Projektarbeit im Sinne Guter Arbeit ist die wesentliche Zielstellung des Projekts. Dies beinhaltet die Gestaltung von Agile Scaling ebenso wie die Unterstützung verteilter Teams. Das Teilprojekt des ISF München e.V. fokussiert hierbei vor allem die Erfahrungs- und Anerkennungsförderlichkeit von Projektarbeit: Diese soll die Beschäftigten dabei unterstützen, Erfahrungen zu machen und diese im Sinne aktiver Selbstorganisation zu nutzen und untereinander auszutauschen. Die Anerkennung der Subjektpotenziale spielt in diesem Sinn bei der Ausgestaltung der Projektarbeit eine wesentliche Rolle.

diGAP-Verbundpartner:

Weitere Informationen:

Bücher/Artikel

Arbeitspapiere/Vorträge