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SOdA – Selbstständigkeit in Organisationen der digitalisierten Arbeitswelt

ISF-Forschungsschwerpunkt

Arbeit und Globalisierung, Arbeit und Informatisierung, Arbeit und Gesellschaft, Arbeit und Betrieb, Arbeit und Subjekt

Projektträger

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird im Rahmen des Programms „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und den Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.

ProjektbearbeiterInnen

Dr. Sarah Nies 089 / 27 29 21 - 48 sarah.nies@isf-muenchen.de
Dr. Nick Kratzer 089 / 27 29 21 - 0 nick.kratzer@isf-muenchen.de
Beatriz Casas González 089 / 27 29 21 - 19 beatriz.casas@isf-muenchen.de

Projektlaufzeit: 6/2017 bis 5/2020

Projektbeschreibung

Mit dem Einsatz intelligenter Technologien wird die Gestaltung von Organisation und Arbeit neu verhandelt: Digitalen Formen der Kontrolle und der Durchsteuerung des Arbeitsprozesses stehen neue Anforderungen an selbstständiges Arbeiten, Kooperation und Vernetzung gegenüber.

SOdA erforscht Wechselwirkungen und Zusammenhänge, die auf die Arbeit in der digitalen Fabrik wirken: die betrieblichen Strategien und Zielsetzungen im Einsatz digitaler Technik, die unternehmerische Steuerung von Arbeit und Leistung, die in der Technik angelegten Vorstrukturierungen des Arbeitsprozesses sowie die konkrete Praxis des Arbeitsprozesses selbst. Im Zentrum unseres Forschungsinteressen steht somit das Zusammenwirken von Unternehmensstrategien, Technikentwicklung, Technikeinsatz und der Steuerung von Arbeit und Leistung.

SOdA untersucht die Anwendung digitaler Technik, aber auch deren Entwicklungsprozess. In einer verschränkten Analyse von Entwickler- und Anwenderunternehmen gehen wir der Frage nach, in welcher Form und nach welchen Leitvorstellungen schon im Entwicklungsprozess Handlungsoptionen im Arbeitsprozess vordefiniert werden.

Zugleich richten wir unsere Analyse auf die Arbeitspraxis im Anwenderunternehmen: auf Vorstellungen, Erwartungen und Ansprüche der Beschäftigten, auf die konkrete Anwendung und Aneignung der Technik im Arbeitsprozess und auf die Anforderungen, mit denen sie umgehen müssen. Dies beinhaltet auch, Autonomie und ihre Wirkungen in ihrem jeweiligen Bedingungskontext zu erforschen.

Nicht zuletzt geht es daher um die systematische Bezugnahme auf unternehmerische gesetzte Rahmenbedingungen. Wir fragen nach betrieblichen Strategien und Zielsetzungen, mit denen Unternehmen digitale Technologien einsetzen. Im Zentrum steht dabei der Zusammenhang von Technikeinsatz und Arbeits- und Leistungssteuerung.

SOdA führt damit zwei Themenbereiche zusammen: die unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ erneut geführte Debatte um die Wirkungen technologischer Innovationen und deren Gestaltbarkeit auf der einen, und die Analysen zu Umbrüchen der Arbeitsorganisation, Unternehmens- und Leistungssteuerung (Stichwort: Vermarktlichung, Subjektivierung, indirekte Steuerung) auf der anderen Seite.

Im Ergebnis zielen die Forschungsarbeiten auf die Bestimmung von Bedingungen und Gestaltungsspielräume für kooperative Arbeitsstrukturen und selbstständiges Arbeiten in der digitalen Fabrik.

Verbundpartner

In SOdA kooperieren Wissenschaftler und unternehmerische Praktiker in betrieblichen Gestaltungsprojekten. Der Verbund integriert dabei die Perspektive von Erzeugern von Industrie 4.0-Technologien mit den Bedarfen der Anwender und der Expertise der Wissenschaft. Beteiligt sind drei mittelständische Industrie 4.0-Pioniere aus Softwarentwicklung, Maschinenbau und Electronic Manufacturing Services sowie zwei wissenschaftliche Forschungseinrichtungen. Gemeinsam widmen wir uns der Aufgabe, Arbeit in der digitalisierten Fabrik so zu gestalten, dass deren Potenziale für Selbständigkeit, Fachlichkeit und Nachhaltigkeit auch praktisch genutzt und umgesetzt werden.

In Zusammenarbeit von Arbeitsforschung, Informatik, Ingenieurwesen, Unternehmen und den Produktionsbeschäftigten selbst entwirft und erprobt SOdA Maßnahmen, um Autonomiespielräume der Beschäftigte zu erhöhen, Organisationsstrukturen an den Prinzipien von Kooperation und kollektivem Miteinander auszurichten und Technikentwicklung für sozialen und organisatorischen Anforderungen zu sensibilisieren.

Umsetzungs- und Transferpartner

Weitere Informationen:

Projekt-Homepage: www.soda-projekt.de

Bücher/Artikel

Arbeitspapiere/Vorträge