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PERFLEX - Überbetriebliche Personalflexibilisierung

ISF-Forschungsschwerpunkt

Arbeitsmarkt und Bildung, Arbeit und Betrieb

Projektträger

Verbundvorhaben im Rahmenkonzept "Forschung für die Produktion von morgen", gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Projektträgerschaft Produktion und Fertigungstechnologien (PFT) Karlsruhe

BMBF / PTKA

ProjektbearbeiterInnen

Dr. Nick Kratzer 089 / 27 29 21 - 0 nick.kratzer@isf-muenchen.de
Dr. Manfred Deiß
Dr. Volker Döhl

Projektlaufzeit: 6/2000 bis 12/2003


Das Gestaltungsprojekt "Überbetriebliche Personalflexibilisierung" (PERFLEX) vereint fünf in eine Wertschöpfungskette eingebundene KMU der Elektronikbranche in ihrer gemeinsamen Zielsetzung, durch neue Formen der Kooperation ihre Wettbewerbs- und Strategiepotentiale auszubauen.

Zentrale Aufgabe und Zielsetzung des Vorhabens ist die Entwicklung eines innovativen Konzepts des überbetrieblichen Personalaustauschs auf der Planungs- und Entwicklungsebene sowie auf der unmittelbaren Fertigungsebene. Dadurch sollen zum einen ein beschleunigter Innovationstransfer ("Innovations-Management") in Gang gesetzt und zum anderen Auftrags- und Auslastungsschwankungen innerhalb der Wertschöpfungskette ausgeglichen und eine effizientere Betriebsauslastung über Firmengrenzen hinweg erzielt werden ("Peak-Management"). Durch den überbetrieblichen Personalaustausch sollen darüber hinaus die Kompetenzprofile der Mitarbeiter erweitert und zugleich deren Beschäftigungssicherheit erhöht werden.

Herausforderung für mittelständische Unternehmen
Die im Projektverbund zusammengeschlossenen mittelständischen Unternehmen sehen sich unmittelbar konfrontiert mit den Folgen eines verschärften nationalen und internationalen Wettbewerbs. Sie sind zunehmend einem wachsenden Druck auf Kostensenkung und Qualitätsverbesserung, auf Beschleunigung der Innovations- und Fertigungsprozesse, auf Bewältigung von Auftragsschwankungen und kürzerer Lieferzeiten usw. ausgesetzt. Die Erfüllung dieser Anforderungen wird zu einer entscheidenden Voraussetzung für die Sicherung den Ausbau ihrer Marktposition.

Wie viele kleine und mittlere Unternehmen verfügen sie nur über begrenzte Ressourcen für die Bewältigung dieser Aufgaben. Insbesondere der Personalbestand ist aus Kosten- und anderen Gründen (so etwa Rekrutierungsproblemen oder Unsicherheiten bezüglich künftiger Marktentwicklungen) nicht ohne weiteres ausbaufähig.

Die Notwendigkeit, sowohl Auftrags- und Marktschwankungen zu beherrschen als auch der beschleunigten Innovations- und Wissensdynamik gerecht zu werden, macht angesichts des geringen Spielraums, den die Unternehmen insbesondere auf einzelbetrieblicher Ebene in Bezug auf die quantitative und qualitative Anpassung des Personals haben, neue, innovative Formen des flexiblen Einsatzes und der Nutzung qualifizierter Fachkräfte erforderlich.

Das PERFLEX- Modell: Flexibilität und Know-How durch virtuelle Teams
Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Gestaltungsprojekt verfolgt folgende Aufgabenstellung: Fünf Klein- und Mittelbetriebe der Elektronikbranche sollen in Kooperation mit einem sozialwissenschaftlichen Forschungsinstitut und externen Technologiepartnern die inner- und überbetrieblichen Bedingungen und Voraussetzungen für eine unternehmensübergreifende Flexibilisierung des Einsatzes qualifizierter Fachkräfte des Fertigungs- und Entwicklungsbereichs analysieren und darauf aufbauend ein arbeitsorganisatorisches bzw. personalwirtschaftliches Konzept zur Umsetzung entsprechender Flexibilisierungsmaßnahmen entwickeln und erproben.

Durch unternehmensübergreifende "job-rotation"-Systeme auf der Fertigungsebene ("virtuelle Teams") sollen auf der einen Seite Auftrags- und Auslastungsschwankungen innerhalb einer Wertschöpfungskette ausgeglichen und eine effizientere Betriebsauslastung über Firmengrenzen hinweg erzielt werden ("Peak-Management").

Auf der anderen Seite sollen durch den wechselseitigen Austausch (hoch)qualifizierter Fachkräfte der Planungs- und Entwicklungsebene die spezifischen Erfordernisse von Entwicklung und Produktion über die gesamte Kette hinweg kurzgeschlossen und durch den entsprechenden Erfahrungstransfer bislang bestehende Hemmnisse abgebaut, unterschiediche Zielvorstellungen abgeglichen und insgesamt die Prozesse der Entwicklung und Umsetzung von Innovationen beschleunigt und optimiert werden ("Innovationsmanagement").

Insgesamt sollen damit ein ganzheitliches Verständnis über die zu fertigenden Elektronikprodukte und zugleich ein Kompetenz- und Erfahrungstransfer erreicht werden. Durch den überbetrieblichen Personalaustausch sollen darüber hinaus die Kompetenz- und Qualifikationsprofile der Mitarbeiter erweitert, ihnen neue Karrierechancen eröffnet und zugleich ihre Beschäftigungssicherheit erhöht werden.

Projektziele
Das Gestaltungsvorhaben verfolgt drei allgemeine Zielsetzungen:


Die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit im Peak- und Innovationsmanagement wird dazu entlang der Wertschöpfungskette bei der Fertigung elektronischer Baugruppen umgesetzt und erprobt. Die wesentlichen Arbeiten werden auf der strategischen Planungsebene (Geschäftsleitung), der operativen Planungsebene (Wissensträger) und der operativen Umsetzungsebene (Facharbeiter) stattfinden.

Die beteiligten Unternehmen