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Gewerkschaftliche Bildungspolitik und betriebliche Interessenvertretung vor neuen Herausforderungen - Neue Bildungs- und Berufswege zwischen Dualem System und Hochschule

ISF-Forschungsschwerpunkt

Arbeit und Interesse, Arbeitsmarkt und Bildung

Projektträger

gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung (HBS)

ProjektbearbeiterInnen

Dr. Ingrid Drexel

Projektlaufzeit: 10/1996 bis 12/1997

Die Untersuchung befaßt sich mit neuen technischen Bildungsgängen zwischen der dualen Ausbildung ("Lehre") und der klassischen Hochschule: mit verschiedenen neuen Aufstiegsfortbildungen (u.a. der Fortbildung zum Technischen Betriebswirt), mit verschiedenen einzelbetrieblichen Modellen der Abiturientenausbildung, mit den Bildungsgängen der Berufsakademien, die zum Ingenieur (BA) führen, sowie mit neuen Dualen Fachhochschulen. Erfaßt wurden die Konstruktionsmerkmale und Durchführungsmodalitäten dieser Bildungsgänge, die mit ihrer Schaffung verbundenen Interessen von Betrieben, Teilnehmern und Bildungseinrichtungen, die Einsatzbereiche und Karriereperspektiven für ihre Absolventen, die mit diesen neuen Bildungsgängen verbundenen besonderen Risiken, die Konsequenzen der neuen Bildungsgänge und Arbeitnehmergruppen für die traditionellen Arbeitnehmergruppen dieser Bereiche und vor allem die Möglichkeiten und Probleme, die für die betriebliche Arbeitnehmervertretung mit diesen neuen Bildungsgängen und Arbeitnehmergruppen verbunden sind.

Die empirischen Informationen zu diesen Fragen wurden gewonnen durch Betriebsfallstudien, die Befragung von Teilnehmern und Absolventen der neuen Bildungsgänge, Expertengespräche mit hauptamtlichen Vertretern von Gewerkschaften und mit Personal der jeweiligen Bildungseinrichtungen sowie vor allem durch Interviews mit Betriebsräten.

Auf der Basis dieser empirischen Informationen wurden einige allgemeinere Schlußfolgerungen gezogen: in bezug auf mögliche generelle Risiken solcher bildungspolitischer "Innovationen" und sinnvoll erscheinende Formen des Umgangs der Arbeitnehmervertretung mit ihnen und, darüber hinausgehend, in bezug auf bildungs- und vertretungspolitische Reformperspektiven, die langfristig tragfähige und im Arbeitnehmerinteresse liegende Lösungen für die Interessen bieten könnten, die zur Entstehung der untersuchten neuen Bildungsgänge geführt haben.

Weitere Informationen:

Bücher/Artikel

Arbeitspapiere/Vorträge