Startups in der digitalen Ökonomie: Innovationsmodus und Organisationsmodell. Interessen und Erwartungen, Erfahrungen und Folgen der Integration von Startups in die Innovationsstrategien etablierter Unternehmen

Projektbeschreibung

In der digitalen Ökonomie gelten junge, innovative Unternehmen – Startups – als Treiber der Entwicklung von Technologien und Geschäftsmodellen, sind aber auch Leitbild für neue Or-ganisationsformen und Arbeitsweisen: Projektförmiges, agiles, flexibles und entgrenztes Ar-beiten in informellen Strukturen mit flachen Hierarchien, „demokratischer“ Führungskultur, in der Regel ohne Interessenvertretung.

Startups sind Innovationsmodus und Organisationsmodell – und in vieler Hinsicht anders als „normale“ Betriebe. Sie können, was etablierte Unternehmen nicht können. Das macht sie attraktiv für etablierte Unternehmen, gleichzeitig ihre Integration in die Innovationsstrategien großer Unternehmen aber nicht unbedingt einfacher.

Das Projekt fragt deshalb zum einen danach, welche Gründe etablierte Unternehmen haben, sich für Startups zu interessieren, in welchen Formen sie mit Startups interagieren und wel-che Folgen die Interaktion für die etablierten Unternehmen sowie für die Startups hat. Zum anderen fragt das Projekt danach, wie eng der Innovationsmodus „Startup“ mit einem be-stimmten Organisations- und Arbeitsmodell (kleine Organisation, geringe / keine Regulie-rung, projektförmiges, selbstorganisatiertes Arbeiten, Entgrenzung u.a.) verbunden ist und will so einen Blick auf die Verallgemeinerbarkeit und Nachhaltigkeit sowie die personal- und interessenpolitischen Implikationen der Interaktion mit Startups werfen.

Ziele

Die Ziele des Projekts sind:

  • Einschätzung der Relevanz von Startups für die Ökonomie der Zukunft
  • Analyse von Hemmnissen und Erfolgsfaktoren der Interaktion etablierter Unternehmen mit Startups
  • Abschätzung der Verallgemeinerbarkeit von Innovationsmodus und Organisations-modell von Startups
Vorgehen

Die Analyse erfolgt durch qualitative Untersuchungen verschiedener Formen (Konstellationen) der Interaktion von etablierten Unternehmen mit Startups, so insbesondere:

  •  „Akquisition“: Kauf oder finanzielle Beteiligung an einem Startup
  •  Kooperation: Zusammenarbeit mit Startups
  • Spin-Off: Ausgründung eines eigenen Startups
  • Inkubator / Gründerzentrum: Unterstützung von Startups
  • Simulation: Startup-orientierte Organisationsformen im eigenen Unternehmen: (Interne Inkubatoren, Think Tanks / Labs u.a.)

Die Untersuchung erfolgt durch Interviews (leitfadengestützte Expertengespräche) jeweils mit möglichst allen an einer Fallkonstellation beteilgten Akteuren (Vertreter*innen etablierter Unternehmen, Betriebsrat (soweit vorhanden), VertreterInnen von Startups u.a.).

ProjektbearbeiterInnen

Projektlaufzeit

01/2020 bis 12/2021

Projektträger

Das Projekt wird von der Hans-Böckler-Stiftung im Rahmen des Forschungsverbundes „Die Ökonomie der Zukunft“ gefördert.