aSTAR – Kompetenzvermittlung in einer VR/AR-basierten Umgebung zur Arbeitsgestaltung

Projekt-Homepage

Projektbeschreibung

Digitale Wartung auf dem nächsten Level

Die Wartungsarbeiten auf und an einem Kran verlangen Schwindelfreiheit, Geschick und starke Nerven. Die Person, die dort oben arbeitet, ist aber in der Regel nicht die, die einen Kran entwirft. So treten in der Wertschöpfungskette zwischen den Dienstleistungen Montage, Instandhaltung, Reparatur und der Produktentwicklung des Kranes Wissenslücken auf. Deshalb können bei der Konstruktion bspw. auch wichtige Aspekte für die Wartung nicht eingeplant werden. Mit VR- und AR- Technologien lässt sich diese Lücke der Informationsweitergabe im dreidimensionalen Raum visuell erlebbar und interaktiv schließen.

Ziele

Ziel des Forschungsprojektes aSTAR ist die Entwicklung einer interaktiven VR-Simulation zur Visualisierung von Wartungsarbeiten, um Arbeitsabläufe und -bedingungen erlebbar zu machen und fächerübergreifende Kompetenzen zu schulen. Das Projekt setzt zudem auf die aktive Wartungsunterstützung am Kran mittels einer erweiterten Realität. Damit soll der abteilungs- und unternehmensübergreifende Wissensaustausch zwischen Instandhaltern und Beschäftigten digitalisiert und für IngenieurInnen, InformatikerInnen und ManagerInnen nachvollziehbar gemacht werden. Diese neue Form des Wissensaustausch soll auf ethische, juristische und soziale Aspekte der Arbeitsgestaltung hin evaluiert werden.

Vorgehen

Dazu werden die relevanten Tätigkeiten der Beschäftigten und die der Partnerunternehmen empirisch identifiziert. Hierbei müssen sowohl Prozesse aus der Praxis als auch Modelle und Hinweise vom Hersteller in die Simulation eingebunden werden. Besonders zu berücksichtigen sind dabei ethische, juristische und soziale Aspekte der Arbeitsgestaltung. Im Hinblick auf den demografischen Wandel ist eine Sicherstellung der Diversität von MontagemitarbeiterInnen sehr wichtig. Deshalb wird die Entwicklung der VR/AR-Simulation mit den Beschäftigten frühzeitig und iterativ begleitet. Die Forschungspartner stehen während des gesamten Prozesses der Entwicklung mit evaluierenden und reflektierenden Aufgaben zur Seite.
Die Projektergebnisse werden in Form eines technischen Demonstrators bereitgestellt. Zudem werden übertragbare Konzepte und Empfehlungen für lernförderliche Arbeitsumgebungen und technische Gestaltungspotenziale zur Förderung fachlicher sowie überfachlicher Kompetenzen für verschiedene Beschäftigtengruppen entlang der Wertschöpfungskette entwickelt. Die Übertragbarkeit der am Beispiel der Kranwartung entwickelten und erforschten Konzepte auf andere Einsatzmöglichkeiten in KMU ist fester Bestandteil von aSTAR – auch über die Projektlaufzeit hinaus.

Verbundpartner

• Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V. – ISF München
• VETTER Krantechnik GmbH (Koordination)
• Kirchner Konstruktionen GmbH
• Universität Siegen, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik

ProjektbearbeiterInnen

Projektlaufzeit

05/2019 bis 04/2022

Projektträger

Das Verbundprojekt wird im Rahmen der Förderinitiative „Zukunft der Arbeit: Mittelstand – innovativ und sozial“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Betreut wird das Projekt vom Projektträger Karlsruhe (PTKA).