DILA – Dienst – Leistung(s) – Arbeit. Arbeit, Leistung und Interessenhandeln in der „tertiären“ Organisation

Abschlussveranstaltung des Projekts unter dem Titel
"Moderne Dienstleistungsarbeit - Mythos und Realität"
am 31.1.2003 in Berlin.
Das für diese Tagung verfassteThesenpapiervon Kira Marrs und Andreas Boes zu den Arbeits- und Leistungsbedingungen von freien Film- und Fernsehschaffenden liegt ebenso vor wie der Text von Kira Marrs' Vortrag zu diesem Thema samt Folien und das Eingangsreferat der Tagung von Dieter Sauer.


Projektbeschreibung

Gemeinsame Fragestellung
Kundenorientierung und Flexibilität sind die entscheidenden Prinzipien der Organisation moderner Dienstleistungsarbeit. Für die Unternehmen wirft dies neue Probleme des Personalmanagements und der Leistungspolitik auf, für die Beschäftigten verbinden sich damit neue bzw. veränderte Anforderungen, die neben größeren Entfaltungschancen auch neue Risiken mit sich bringen.

Das Vorhaben untersucht in den Dienstleistungsfeldern Software/IT-Dienstleistungen, Entwicklung/Service/Vertrieb des Maschinenbaus, AV-Medien und Einzelhandel,

  • wie Kundenorientierung und Flexibilität in der Arbeitsorganisation, der Leistungsregulierung und im Personalmanagement der Unternehmen umgesetzt werden,
  • welche Arbeits- und Leistungsanforderungen sich damit für die Beschäftigten verbinden,
  • wie die Beschäftigten diese Anforderungen wahrnehmen und bewältigen,
  • welche Chancen oder Grenzen sich daraus für individuelles Interessenhandeln, für die institutionalisierte Interessenvertretung und für die Formulierung einer „neuen Leistungspolitik“ ergeben und
  • welche Probleme und neuen Aufgaben daraus für den Arbeits- und Gesundheitsschutz resultieren.

Neben der Analyse moderner Dienstleistungsarbeit zielt das Vorhaben auf die Umsetzung der Befunde in praxisrelevante Lösungskonzepte und Maßnahmenvorschläge.

Teilvorhaben des ISF: Dienstleistungsfeld Audio-visuelle Medien
Arbeit in der Medienbranche gilt oftmals als Inbegriff moderner Dienstleistungsarbeit, als ausgesprochen selbständige, kreative, zuweilen auch sehr künstlerische und gewiß hochgradig flexible Arbeit. Dieses Bild soll im Bereich der audio-visuellen Medien (Film, Fernsehen, Video) näher untersucht werden.
Im Kern geht es in diesem empirischen Forschungsprojekt darum, zu verstehen was es heißt in dieser Branche zu arbeiten, welche Problemstellungen existieren und welche Interventionen denkbar und möglich sind. Hierbei werden v.a. die Arbeits- und Leistungsbedingungen der Freien Mitarbeiter in dieser Branche fokussiert.
Im Mittelpunkt der Analyse stehen qualitative Interviews mit Film- und Fernsehschaffenden in den unterschiedlichsten Positionen – vom Produktionsfahrer bis hin zum Produzenten. Diese werden flankiert durch Expertengespräche mit Vertretern von Berufsverbänden, Ausbildungsinstitutionen und Gewerkschaften.

DILA-Verbundpartner

 

ProjektbearbeiterInnen

Projektlaufzeit

02/2000 bis 01/2003

Projektträger

gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Projektträger: Arbeitsgestaltung und Dienstleistung (DLR)