Inverse Transparenz: Beteiligungsorientierte Ansätze für Datensouveränität in der digitalen Arbeitswelt gestalten

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Projektbeschreibung

Zielsetzung

In der digitalen Arbeitswelt, in der die Wertschöpfung mehr und mehr von Daten durchdrungen wird, sind neue und innovative Ansätze für den Datenschutz gefragt. Das Konzept der „inversen Transparenz“ (Brin 1996, 1998) setzt dabei darauf, die Datenverwendung selbst transparent zu gestalten und Menschen konsequent darüber zu informieren, welche Daten über sie anfallen und was mit diesen geschieht.

„Inverse Transparenz“ setzt auf drei Prinzipien:

  • „Watch the Watcher“: Die Verwendung von Daten für die Beschäftigten sichtbar machen.
  • Beteiligung: Beschäftigte zu Akteuren eines beteiligungsorientierten Datenschutzes machen.
  • Empowerment: Beschäftigte zur aktiven Nutzung von Daten befähigen, um Arbeitsprozesse und Organisationsstrukturen zu verbessern.

Ziel des Projekts ist es, zu untersuchen, wie dieser Ansatz einer inversen Transparenz im betrieblichen Kontext dazu genutzt werden kann, die informationelle Selbstbestimmung der Mitarbeiter zu stärken und neue beteiligungsorientierte Ansätze für den Beschäftigtendatenschutz in der digitalen Arbeitswelt erfolgreich in Unternehmen zu etablieren.

Im Fokus stehen:

  • Wissenschaftliche Analyse der Chancen und Anwendungsmöglichkeiten inverser Transparenz in Industrie, Dienstleistung und Wissensarbeit
  • Pilotierung eines Software-Prototyps, der die Verwendung von Daten fälschungssicher protokolliert, für Mitarbeiter aggregiert und benutzerorientiert darstellt
  • Aufbau eines Praxislaboratoriums, in dem inverse Transparenz in der Praxis erprobt wird und Mitarbeiter neue Lösungen für einen empowerten Umgang mit Daten entwickeln
  • Evaluation der Ergebnisse: Use Cases, Good Practices und Erfolgsfaktoren für einen breiten Anwenderkreis
  • Wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zu den Bedingungen eines beteiligungsorientierten Datenschutzes in der digitalen Arbeitswelt
Verbundpartner

Das Projekt wird durchgeführt von einem interdisziplinären Konsortium aus dem Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung (ISF München), der Technischen Universität München (TUM), der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und der Software AG als Praxispartner.

ProjektbearbeiterInnen

Projektlaufzeit

11/2018 bis 10/2021

Projektträger

Das Projekt Inverse Transparenz wird im Rahmen der Ausschreibung „Privatheit und informationelle Selbstbestimmung in der digitalen Arbeitswelt“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.